SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch mit Landtagskandidatin Annegret Lang im Wahlkreis unterwegs„Es muss jetzt voran gehen, nicht irgendwann“

Am vergangenen Montag war der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch mit der Landtagskandidatin Annegret Lang im Rahmen seiner Spitzenkandidaten-Tour im Wahlkreis Balingen unterwegs und hat die IG Metall Albstadt und die Frommerner Firma Kern & Sohn besucht.

Im Gespräch mit dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Albstadt, Michael Föst, sprach Stoch über die Herausforderungen beim Umbau der Arbeitswelt zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft. Hier sei die Qualifizierung der Mitarbeiter entscheidend, so Stoch. Annegret Lang, die für die SPD im Wahlkreis Balingen antritt, erklärte, dass die Region nach dem Niedergang der Textilindustrie schon einmal den Transfer geschafft habe und heute gut aufgestellt sei. „Wir haben von allem etwas,“ ergänzte Föst und bezog sich auf Maschienenbau, Medizintechnik, die Wägetechnik und die vielen Zulieferer im Zollernalbkreis.

„Digitalisierung, Klimaschutz und der Strukturwandel in Arbeit und Mobilität sind keine Zukunftsthemen. Ich kämpfe dafür, dass es jetzt voran geht, nicht irgendwann“, so Stoch. Ziel sei die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen den Städten und den ländlichen Gegenden. Um letztere interessanter für Arbeitnehmer und ihre Familien zu gestalten, müssten laut Annegret Lang „der ÖPNV ausgebaut werden, schnelles Internet zuverlässig verfügbar sein, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden und eine gute, wohnortnahe medizinische Versorgung gesichert sein.“ Das führe zu einer Entlastung der Ballungsräume.

 

Auch bei der anschließenden Besichtigung der Frommerner Firma Kern & Sohn war die Attraktivität des ländlichen Raums ein Thema. „Die Umgebung und das Umfeld sind für die Lebensqualität entscheidend. Mit einer Aufwertung des ländlichen Raums können wir als Mittelständler wichtige Fachkräfte gewinnen und halten“, sagte Albert Sauter, Geschäftsführer bei Kern & Sohn. Er sprach mit Annegret Lang und Andreas Stoch über die Geschichte des Unternehmens und die Herausforderungen, die die Firma mit ihren 140 Mitarbeiter*innen in Frommern meistern muss. Die Stimmung sei trotz der Pandemie gut gewesen, beschreibt Sauter die derzeitige Situation. Die Auftragslage sei wie im vergangenen Jahr. „Angstschweiß hatten wir nur wegen der Situation in China: Harter Lockdown, es war keine Kommunikation mit unseren Partnern mehr möglich“, so Sauter. Fünf Wochen lang seien keine Lieferungen mehr angekommen. „Wir konnte diese Zeit aber überbrücken, da wir einen Vorrat unserer Produkte für etwa zwei bis drei Monate vorgehalten haben.“ Auch das sei eine Lehre aus der Pandemie, sagte Lang: „Wir müssen unsere Lieferketten überdenken und wissen, von wem wir abhängig sind. Welche Waren und Kapazitäten müssen wir vorhalten, um nicht in Bedrängnis zu geraten?“