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Neujahrtreffen im Zollernschloss mit Ehrungen„Für die Balinger SPD gibt es 2018 viel zu tun“

Nicht nur die Sondierungsgespräche in Berlin, sondern auch die lokalen Projekte sind für die Balinger Genossinnen und Genossen ein Thema. Ausreichend Gelegenheit darüber zu sprechen bot am 6. Januar das 13. Neujahrstreffen der SPD Balingen im Zollernschloss.

„Einige meinen, die Sozialdemokratie habe alles für ihre Wähler erreicht und sei somit überflüssig. Das sehe ich nicht so.“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Joke Herth in seiner Rede zum Jahresauftakt. Die SPD werde weiterhin gebraucht, da sie wichtige Themen anpacke und die richtigen Antworten habe. Die Bildung einer Großen Koalition beurteilte Herth kritisch: „Ich kann momentan keine großen Gemeinsamkeiten mehr erkennen. Ich lasse mich aber auch gerne überraschen“, so Herth. Für die Sondierung hob Herth hervor, dass die Abschaffung der Abgeltungssteuer, gebührenfreie Kitas oder die Bürgerversicherung nur einige der vielen wichtigen SPD-Zielen seien. Wie die Verhandlungen in Berlin ausgehen, sei offen.

„Der Kreistag hat einen Standort für ein neues Krankenhaus in Balingen gefunden. Oh pardon, in Albstadt“; stichelte der Vorsitzende beim Thema Zentralklinikum. Somit gebe es auch für die Balingern SPD 2018 viel zu tun. Zudem sei gerade die Gartenschau 2023 auf den Weg gebracht worden und die Kommunalwahlen 2019 stünden vor der Tür, führte Herth weiter aus. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Balinger Gemeinderat, Ulrich Teufel zeigt sich in seinem Bericht sicher, dass auch weitere Themen wie die Regionalstadtbahn, der Brandschutz oder die Straßensanierung noch viel Arbeit bereithalten werden. Zudem müsste immer die Finanzsituation der Stadt im Fokus bleiben. Auch das Anliegen des HBW müsse noch diskutiert werden. „Aber bei den derzeitigen Spielergebnissen des HBW wird eine Halle vermutlich bald nicht mehr gebraucht“, sagte Teufel.

Anschließend wurde Helga Jetter aus Heselwangen von Herth für ihre 50 Jahre Parteimitgliedschaft geehrt. „Helga Jetter ist am 1. Dezember 1967 in die SPD eingetreten. Sie hat schon früh zur SPD gefunden und das in bewegten Zeiten Ende der Sechziger“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und überreichte die Urkunde und die goldene Ehrennadel. „Ich bin mit 19 Jahren in die SPD eingetreten, obwohl ich bei den anstehenden Landtagswahlen 1968 noch gar nicht wählen durfte. Denn damals durfte man erst mit 21 Jahren wählen. Das hat mich maßlos geärgert. “, erzählte Helga Jetter lachend über ihren ersten Jahren in der Partei.

Danach saßen die Genossinnen und Genossen bei Kaffee und Kuchen zusammen und tauschten sich aus. Mit dem traditionellen gemeinsamen Singen altbekannter sozialdemokratischer Lieder klang der Nachmittag stimmungsvoll aus.