Balinger Ortsverein trifft sich im Zollernschloss zur Jahreshauptversammlung„Die SPD in Balingen tut der Stadt gut“

Auf ein sehr arbeitsreiches aber zugleich besonders erfolgreiches Vereinsjahr 2013 konnte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Alexander Maute bei der Jahreshauptversammlung der Balinger Genossen verweisen. Mit der Ausstellung „150 Jahre SPD“ in der Balinger Zehntscheuer und der Organisation der Bundestagswahlen vor Ort etwa, wurden zwei große Ereignisse mit Bravur gemeistert. Letztlich standen aber die Ehrungen für 100 Jahre SPD-Mitgliedschaft im Mittelpunkt des Abends: Mit Elfriede Emmrich und Hermann Kanus konnte der Ortsverein gleich zwei Mitglieder für ihre jeweils 50jährige Parteizugehörigkeit auszeichnen.

Es war eine lange Aufzählung an Veranstaltungen und Aktionen, an Terminen, Gesprächen und Sitzungen, die Alexander Maute im Rückblick auf die zurückliegenden Monate wiedergeben durfte. Viel politische Prominenz habe das zurückliegende Jahr über in Balingen Halt gemacht und an Veranstaltungen mitgewirkt: „Von Andrea Nahles MdB, der Generalsekretärin der Bundes-SPD bis zu Nils Schmid MdL, unserem Wirtschafts- und Finanzminister aus Stuttgart gab es nur wenige, die nicht bei uns waren“, so Alexander Maute. Jede einzelne Veranstaltung diene letztlich der politischen Information und Aufklärung und führe zur politischen Wissensbildung: „Dies ist unser Auftrag als Partei und diesen führen wir vor Ort vorbildlich aus“.

Und wenn dann, wie im Februar dieses Jahres, auch mal die Genossen der SPÖ Wien auf ihrer sportpolitischen Bildungsreise in Balingen vorbeischauen und man gemeinsam die Sparkassen-Arena besichtigt, sei das auch ein Termin, der seine Berechtigung habe, so der SPD-Vorsitzende. „Raus aus den Hinterzimmern hin zu öffentlichen Plätzen, wo die Menschen auf uns warten“, dies sei für die SPD in Balingen ein dringendes Anliegen. Mit dem Curry-Wurst-Essen im Sommer diesen Jahres auf dem Balinger Marktplatz beispielsweise oder aber den über das ganze Jahr verteilten Informationsständen gehe die SPD diesen Weg erfolgreich.

Die Eröffnung der Ausstellung „150 Jahre SPD“ am 17. Mai in der Balinger Zehntscheuer sei ein großes Ereignis für die Partei und die Stadt gewesen. Viele Menschen wurden damit angesprochen und erreicht, so dass sie gar verlängert werden musste. „Mit dieser Ausstellung haben wir nicht nur ein Bewusstsein für unsere Partei geschaffen, wir haben ein gutes Stück Erinnerungsarbeit für unsere Stadt und ihre Bürger geschaffen“. Aus Sicht der Balinger Sozialdemokraten war die rückwirkende Betrachtung der Bundestagswahlen etwas schwieriger zu werten: Obgleich man mit dem Gesamtergebnis nicht zufrieden sein konnte, so gab doch ein ordentliches Ergebnis in Balingen Grund zur Freude. „Wir haben in Balingen das beste Stimmenergebnis aller Städte und Gemeinden im gesamten Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen erreicht. Balingen sei damit in der Region eine kleine SPD-Hochburg. Die SPD sei in Balingen mit großem Abstand zweitstärkste Partei. Dies sei neben einer bemerkenswerten Bundestagskandidatin, die man mit Stella Kirgiane-Efremidis hatte, einem engagierten Wahlkampf vor Ort geschuldet.

Somit gestalte sich der Ausblick auf die Kommunalwahlen im Mai 2014 mit hohen Erwartungen: “Gegenwärtig befindet sich der Vorstand unseres Ortsvereins und die SPD-Gemeinderatsfraktion bei der Kandidatensuche – hier werde man den Bürgern eine ausgewogene Liste und interessantes Personalangebot machen. „Da wird für alle etwas dabei sein“. Und dennoch, so Maute, müsse man als SPD in Balingen neue Wege gehen: „Die Zeiten, da die SPD gewählt wurde, weil beispielsweise eine Helga Zimmermann-Fütterer und ein Kurt Haigis auf unserer Liste kandidierten, sind vorbei“. Man müsse die SPD vor Ort nicht neu erfinden aber immer wieder neu positionieren und präsentieren, etwa mit neuen Köpfen und neuen Ideen.

„Wir müssen den Bürgern gute Gründe nennen, uns ihr Vertrauen zu schenken – das wollen wir tun, deutlicher und klarer als bisher“. All das bringe Veränderung mit sich und verlange von vielen in der Partei ein Umdenken und Zulassen. Mit einem Wahlprogramm zur Kommunalwahl solle daher die Frage beantwortet werden, was die SPD in Balingen für ihre Stadt tun wolle und bewirken könne. „Mein Gedanke ist dabei, in einen Dialog mit den Bürgern zu treten und abzufragen, was ihnen wichtig und richtig erscheint. Diese Rückmeldungen und die eigene Vorstellungen sollen dann in ein Wahlprogramm gepackt werden. „Die SPD in Balingen tut der Stadt gut - das soll auch künftig so bleiben und daran wollen wir tatkräftig arbeiten“, so das Versprechen von Maute. Christel Prinzen-Benz gab für den SPD-Ortsverein den Kassenbericht ab und informierte die Anwesenden Mitglieder über die Finanzsituation: Diese sei gut - der Vorstand habe ordentlich gewirtschaftet. Ulrich Teufel als Kassenrevisor bestätigte die Richtigkeit des Rechenschaftsberichtes und vorbildhafte Buch- und Kassenführung.

Sanel Dacic berichtete für die Balinger Juso-AG über die Aktivitäten der jungen Genossen. Auch er blickte auf ein erfolgreiches und engagiertes Jahr zurück, in dem viele gute Aktionen vor Ort umgesetzt wurden. Als neues Mitglied im Ortsverein wurde René Eisoldt in der Partei Willkommen geheißen und ihm sein rotes Parteibuch ausgehändigt.

Mit der Übereichung einer goldenen Ehrennadel für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft und dem Aushändigen einer Ehrenurkunde wurden Elfriede Emmrich und Hermann Kanus ausgezeichnet. Beide berichteten über ihre Beweggründe, 1963 in die SPD einzutreten und beschrieben ihren politischen Lebensweg in der Partei. Vor allem Hermann Kanus, der über viele Jahre hinweg für die Balinger SPD in Amt und Funktion tätig war, wusste aus vergangenen Zeiten zu berichten. „Glaubt nicht, dass früher alles besser war“ so sein Fazit und die Bemerkung, dass er „sehr zufrieden mit dem Zustand der Partei“ vor Ort sei, rundeten diesen Abend ab.